Neben dem privaten Eigenanbau gibt es in Deutschland einen zweiten legalen Weg an Cannabis zu kommen: die Mitgliedschaft in einer nicht-gewinnorientierten Anbauvereinigung. Wer nicht selbst anbauen will oder kann, findet hier eine Alternative.
Anbauvereinigungen sind eigenständige, lizenzierte Organisationen, die für ihre Mitglieder gemeinschaftlich Cannabis anbauen und gegen Kostenbeteiligung ausgeben dürfen — kein freier Verkauf, sondern ein Modell auf Genossenschaftsbasis.
Wie wird man Mitglied?
Voraussetzung ist die Volljährigkeit und ein fester Wohnsitz in Deutschland. Vereinigungen dürfen nur eine begrenzte Mitgliederzahl aufnehmen und müssen ihre Mitglieder vor Aufnahme entsprechend prüfen und registrieren.
Wie viel darf ich bekommen?
Die Abgabemenge ist pro Mitglied und Monat gedeckelt, mit einer niedrigeren Grenze für junge Erwachsene zwischen 18 und 21 Jahren. Diese Obergrenzen dienen dem Jugend- und Gesundheitsschutz und sind unabhängig von der individuellen Vereinigung einheitlich geregelt.
Eine gleichzeitige Mitgliedschaft in mehreren Anbauvereinigungen ist nicht vorgesehen — die Regelungen sehen jeweils nur eine aktive Mitgliedschaft pro Person vor.
Unterschied zum privaten Eigenanbau
Wer Mitglied einer Anbauvereinigung ist, muss selbst nicht anbauen, hat aber auch keinen eigenen Einfluss auf die konkrete Sorte oder den Anbauprozess — das übernimmt die Vereinigung zentral für alle Mitglieder. Der private Eigenanbau (bis zu drei Pflanzen, siehe unser Grundlagen-Artikel) bleibt davon unabhängig weiterhin möglich.
Fazit
Fazit
Anbauvereinigungen sind vor allem für alle interessant, die selbst nicht anbauen möchten oder können, aber trotzdem einen legalen, kontrollierten Zugang wollen. Wer lieber selbst Hand anlegt, ist mit dem privaten Eigenanbau meist besser bedient.